Schäuble warnt Al-Qaida und beruhigt Menschen in Deutschland

Zwischen Krieg und Frieden – Warnung vor drohendem Konflikt:

Schäuble warnt Al-Qaida und beruhigt Menschen in Deutschland

Schäuble: „Wir werden Euch hinter Schloss und Riegel bringen“ – Sprecher Bekkay Harrach fordert Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan – „Stadt Kiel bleibt für die gesamte Dauer des Konflikts sicher“ – 69 Prozent der Menschen in Deutschland wünschen sich Frieden


Ein Beitrag, Analyse und Kommentar des französisch-deutschen Journalisten, Rundfunk-Journalisten und Autors Andreas Klamm-Sabaot

Berlin / Bonn. 21. September 2009. „Die Deutschen lassen sich von Al-Qaida nicht vorschreiben, wie wir wählen.“, warnte Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble in einem Interview mit der Leipziger Volkszeitung den Sprecher des Al-Qaida-Netzwerkes, Bekkay Harrach (32), einen deutsch-marokkanischen Mann marokkanischer Herkunft mit deutschem Pass.

„Wenn wir Euch erwischen, werden wir Euch hinter Schloss und Riegel bringen“, ergänzte Wolfgang Schäuble an die Adresse von Menschen mit extremistischen „islamischen“ Hintergrund, zitiert die Bild-Zeitung.

In zwei Video-Nachrichten warnte Bekkay Harrach, davor, sollte sich Deutschland nicht mit den Wahlen für den Frieden entscheiden, drohe Deutschland „ein böses Erwachen“.
Die Polizei und Bundespolizei zeigen schwer bewaffnet mit Maschinen-Pistolen vor Flughäfen, Bahnhöfen, Synagogen und wichtigen öffentlichen Einrichtungen ihre demonstrative Präsenz.

Bekkay Harrach sprach seine Warnungen für den Zeitpunkt nach den Bundestagswahlen aus. Obgleich der Mann in Deutschland studierte und auch mit einer Frau aus Deutschland verheiratet ist, die zum islamischen Glauben wechselte, scheint Bekkay Harrach die politische Situation in Deutschland nicht eindeutig verstanden zu haben und nicht zu ahnen, dass er sich mit seiner Forderung des Abzugs der Bundeswehr aus Afghanistan zumindest aus politischer Perspektive betrachtet gegen die laut U.S.-Magazin Forbes „mächtigste Frau“ der Welt, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel stellt.

Im Wahlkampf zu den Bundestags-Wahlen gab es bislang nur einen einzigen Mann in Deutschland, der es sich wagte, sich der mächtigsten Frau im Wahl-Kampf um das Amt der Bundeskanzlerin oder des Bundeskanzlers entgegen zu stellen: Es ist der derzeitige Bundesaußenminister und Vize-Bundeskanzler Dr. Frank Walter Steinmeier (SPD). Gemeinsam mit der SPD ist es Frank-Walter Steinmeier bislang nicht gelungen im Wahlkampf Anzeichen für eine politische Mehrheit der SPD zur Bundestagswahl am 27. September herzustellen.

Während Bekkay Harrach verspricht, dass die Kinder und die Stadt Kiel in Deutschland sicher sind, warnt er davor nach der Wahl am 27. September, sollten die Menschen nur die „lebensnotwendigsten Einrichtungen“ besuchen.

Die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika hat an amerikanische Bürger in Deutschland eine Terror-Warnung ausgegeben.

Als einzige Partei hat im Wahlkampf die Partei Die Linke den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan gefordert. Der Krieg der Bundeswehr ist keineswegs der Krieg der Menschen in Deutschland. Das sollte auch der Sprecher der Al-Qaida, Bekkay Harrach, nach vielen Jahren seines Aufenthaltes und einem Studium in Deutschland wissen, denn 69 Prozent der Menschen in Deutschland bekannten sich öffentlich gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan und fordern ebenso wie das Mitglied der Al-Qaida den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan.

Im Gegensatz zur Al-Qaida und der Bundeswehr engagieren sich die Menschen für den Frieden in Deutschland und in Afghanistan mit friedlichen Mitteln des kreativen Protestes, mittels Petitionen und nach dem Bombenangriff vom 4. September auch mittels 400 Strafanzeigen gegen die Bundeswehr.

Nach dem katastrohphalen und verheerenden durch einen deutschen Oberst angeforderten Bomben-Angriff auf Frauen, Kinder und Männer in Nord-Afghanistan am 4. September, die sich um zwei Tank-Last-Züge versammelt hatten, wurden aufgrund einer Initiative vom Koordinator Die Anstifter, Peter Grohmann, in Stuttgart mehr als 400 Strafanzeigen wegen des Verdachts auf Tötung, fahrlässige Tötung oder Mord gegen die Bundeswehr und den Oberst der Bundeswehr von Menschen aus Deutschland erstattet.

69 Prozent aller Menschen in Deutschland haben allerdings keinen weit genug gehenden Einfluss auf die mächtigste Frau der Welt. Kanzlerin Angela Merkel machte bislang keine Äußerungen dazu, dass ein sofortiger Abzug der Bundeswehr geplant oder möglich sei. Vielmehr werde der Rückzug der Bundeswehr aus Afghanistan noch einige Jahre dauern, informierte die CDU-Politikerin vor kurzem.

“Entscheidet das Volk sich … für eine Fortsetzung des Krieges, hat es sein eigenes Urteil gefällt”, ergänzte der Al-Qaida-Mediensprecher Bekkay Harrach, der von deutschen Sicherheits-Behörden auch als „mutmaßlicher islamischer Extremist bis hin zum Terroristen“ bezeichnet wurde.

Hätten die Menschen gegen Angela Merkel eine Chance sich gegen die Fortsetzung des Krieges in Afghanistan zu entscheiden, dann wären die Kampfhandlungen in Afghanistan vermutlich bereits beendet und es könnten Verhandlungen für einen Frieden stattfinden.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will Frieden, was jedoch nicht der Mehrheit der politischen Vertreter in Deutschland entspricht.

Für die Al-Qaida und Bekkay Harrach ist es wichtig zu wissen, dass die Kampf-Handlungen oder der „Krieg der Bundeswehr in Nord-Afghanistan“ nicht etwa der „Krieg der Menschen in Deutschland ist“, sondern vielmehr die Kampfhandlungen im Interesse einer „wirtschaftlichen und politischen Minderheit“ im Vergleich zu rund 82 Millionen Menschen in Deutschland.

Bekkay Harrach (32) und die Bundeswehr begehen allerdings einen gemeinsamen Fehler:

Während die Bundeswehr mit Waffen Frieden am Hindukusch schaffen will, wollen offenbar Bekkay Harrach und das Al-Qaida-Netzwerk Frieden mit Waffen in Deutschland erzwingen. Das ist auf Dauer in der Regel nicht möglich, wie die die historischen Ereignisse seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Kaptitulation der Deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 zeigen.

Denn bereits weniger als 65 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die Deutsche Bundeswehr in vielen Teilen der Welt aktiv in Kampf-Handlungen verwickelt, obgleich laut Grundgesetz die Verpflichtung von Deutschland für den Frieden in der Welt festgelegt und geregelt ist.

Statt Frieden mit Waffen-Gewalt der Bundeswehr und Gewalt-Androhungen des Al-Qaida Netzwerks schaffen zu wollen – ein Widerspruch in sich -, wäre es ein wahrer Fortschritt Verhandlungen ohne Waffen für einen Frieden zu führen, um das unsinnige Vorantreiben von Blutvergießen, die Eskalation von Konflikten, das Weiter-Drehen der Spirale der Gewalt und die Tötung von Kinder, Frauen und Männer zu beenden, die Tag für Tag so sehr auf wahren Frieden hoffen.

Grund zur Panik besteht nicht

Nach Einschätzung von Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble bestehe kein Grund zur Panik und der Bundesminister versprach: Man werde alles Menschen mögliche machen, um die Sicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Auch im Falle eines Anschlages werde sich in Deutschland nichts ändern.

Schäuble warnte, man dürfe Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Die Bundeswehr sei in Afghanistan im Einsatz um die Sicherheit zu gewährleisten. Andere Gruppen bezeichnen den Einsatz der Bundeswehr in Nord-Afghanistan „…als wichtig für die Menschenrechte…“ .

Gegner von Krieg und Kampfhandlungen und auch kritische Friedens-Beobachter kritisierten erneut nach dem von der Bundeswehr angeforderten Bombenangriff, dass die Bundeswehr so wörtlich „nicht die Menschenrechte in Nord-Afghanistan verteidigt“, die Kampf-Handlungen würden aufgrund wirtschaftlicher Interessen und um Öl in dem Land am Gebirge in Zentral-Asien geführt.

Die Video-Botschaften des Al-Qaida-Sprechers, Bekkay Harrach sind unter anderem zu sehen bei:

http://www.dailymotion.com/related/xaizpc/video/xaizli_al-qaeda-europe-message-to-germany_news

Ergänzungen zu diesem Beitrag und Informationen zum Autor Andreas Klamm-Sabaot von Tina Green, Reporterin

Andreas Klamm-Sabaot ist französisch-deutscher und afrikanisch-europäischer Journalist, Rundfunk-Journalist und Autor. Er ist Autor von sieben Büchern in englischer, französischer und deutscher Sprache und Produzent von mehr als 700 Fernseh-Produktionen. Sein Großvater ist der französische Offizier und Lieutenant Haedi Sabaot, der 1945 in Kaiserslautern in Deutschland als Teil der Französischen Besatzungs-Truppen in der West-Pfalz stationiert war und seit 1945 vermisst wird.

Der Großvater des Journalisten und Autors ist französischer Staatsbürger tunesischer Herkunft und wurde in der Hauptstadt Tunis in Tunesien geboren. Der Lieutenant ist ein Afrikaner. Nach heftigen Anfeindungen deutscher Bürger verließ die Großmutter des Journalisten und Autors, Martha Maier, im Jahr 1950 für immer Deutschland und wechselte in der Stadt Melbourne, State of Victoria in Australien ihre Staatsbürgerschaft.

Die Anfeindungen haben unter anderem auch wegen der Hautfarbe des Offiziers der Französischen Armee im Nachkriegs-Nazi-Deutschland im Jahr 1950 stattgefunden, das fünf Jahre nach der Befreiung durch die Alliierten Streitkräfte noch von der tödlichen Ideologie der Nationalsozialisten und von Rassisten „verseucht“ war, während die in Deutschland gebürtige Frau und der französische Offizier offenbar den Entwicklungen der Zeit etwas voraus waren und in der Liebe füreinander ein gemeinsames Kind zeugten.

Der französisch-deutsche Journalist und Autor Andreas Klamm stellte im Jahr 1988 nach der kompletten Ableistung des 15monatigen Wehr-Dienstes bei der Bundeswehr-Luftwaffe, der nicht ganz freiwillig stattgefunden hat, sondern durch familiäre Autorität erzwungen wurde, aus Glaubens- Gewissens- und politischen Gründen einen Antrag auf Verweigerung des Kriegsdienstes. Seinen Antrag auf Verweigerung des Kriegsdienstes begründete der Journalist unter anderem auch damit, dass er es auch aus dem familiären Gewissens-Konflikt strikt ablehne als ein Soldat für eine feindliche Armee, die Bundeswehr, auf Verwandte und Freunde aus Deutschland, Frankreich und Afrika zu schießen und diese zu töten.

Ein Einsatz von Waffen zur Verteidigung könne er sich nur bei einem direkten Angriff im Rahmen einer notwendigen Verteidigung vorstellen, jedoch auch nur soweit um den Angriff zu stoppen, nicht jedoch um mögliche Angreifer zu verfolgen.

Bereits seit 1988 wirkte der Journalist in verschiedenen Friedens-Bewegungen und in weltweit insgesamt mehr als 60 Organisationen. Zum Engagement zählte auch die Teilnahme an friedlichen Protesten gegen Krieg und für Frieden. Bereits in Radio- und Fernseh-Sendungen bezeichnete er 1987 „Krieg als Ende der Vernunft“. Andreas Klamm-Sabaot glaubt wie seine amerikanische Kollegin, der Journalistin, Rundfunk-Journalistin und Autorin, Amy Goodman, die im November 2008 in Stockholm in Schweden mit dem Right Livelihood Award geehrt wurde, daran, dass ein Frieden nur mittels Verhandlungen für einen Frieden möglich ist, notfalls auch mit Vertretern und Menschen, die im westlichen Verständnis als „Terroristen“ bezeichnet werden.

Im Jahr 2007 stellte der französische-deutsche Journalist beim U.S. Department for Justice in Washington, D.C. und beim damaligen amerikanischen Präsidenten George Walker Bush, einen Antrag auf den Wechsel der Staatsbürgerschaft in die amerikanische Staatsbürgerschaft nach Artikel 15 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, prolamiert durch die Vereinten Nationen 1948 in New York City. Die universell gültige Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte wurde auch von Deutschland ratifiziert.

In zahlreichen Veröffentlichungen und auch in den vom ihm geschriebenen Büchern betonte er mehrfach, dass er kein deutscher Bürger, sondern ein französisch-deutscher, afrikanisch-europäischer Welt-Bürger sei und stimmte mit der Journalistin Amy Goodman überein „There is got to be an other answer than war.“, was übersetzt soviel bedeutet „Es muss eine andere Antwort denn Krieg geben, gemeint sind Verhandlungen für den Frieden auch mit politischen Gegnern und Menschen des moslemischen Glaubens“.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.