Pro-Leben-Bewegung: “Mord ist immer ein Fehler” – Menschen in aller Welt trauern um Dr. George Tiller

Pro-Leben-Bewegung: “Mord ist immer ein Fehler”

Menschen in aller Welt trauern um Dr. George Tiller

Arzt für reproduktive Medizin auf dem Weg zum Pfingst-Sonntags-Gottesdienst erschossen – Befürworter von Abtreibungen und Gegner von Abtreibungen verurteilen Mord an dem Arzt und Familien-Vater

Von Andreas Klamm

Wichita / Kansas /U.S.A. 2. Juni 2009. In den Vereinigten Staaten von Amerika und in aller Welt trauern Menschen um den 67jährigen Arzt Dr. George Tiller, der sein Leben der Reproduktiven Medzin und den reproduktiven Rechten von Frauen und deren Unterstützern gewidmet hatte. Der Arzt wurde beim Gang zur Lutheranischen Reformations-Kirche in Wichitia im U.S.- Bundesstaat Kansas, in der er als aktives Mitglied diente und bei der er für viele Jahre Mitglied war, von einem bislang nicht bekannten Täter erschossen. Der Täter flüchtete unerkannt mit einem hellblauen Ford Taurus.

Die Anhänger der Pro Leben-Bewegungen (Pro-Life movement) und Anhänger der reproduktiven Medizin und der Bewegung für die reproduktiven Rechte der Frauen in den Vereinigten Staaten von Amerika, trauern und verurteilen beide den Mord an dem Arzt, der den Gottesdienst am Pfingst-Sonntag besuchen wollte.

Bereits vor einigen Jahren wurde ein Anschlag auf das Leben des Arztes verübt. Dabei wurde der Arzt an beiden Armen verletzt. Für mehrere Jahre soll der Arzt unter Polizei-Schutz gestanden haben, da es immer wieder Angriffe gegen seine Tätigkeit als Vertreter für Abtreibungen und die reproduktiven Rechte von Frauen in der Vergangenheit gab.

Dr. George Tiller (1941- 2009) hat vielen Frauen mit insgesamt mehr als 60.000 Abtreibungen von Baby´s geholfen. Dr. Tiller war einer der wenigen Ärzte in den U.S.A. ,die Spät-Abtreibungen durchführten, die bei den Gegnern von Abtreibungen als sehr umstritten gelten.

Der Tat verdächtigt wird, der 51jährige Scott Roeder, der in seiner Vorgeschichte als Aktivist der Abtreibungs-Gegner tätig gewesen sein soll, das berichtet das amerikanische Nachrichten-Fernseh-Magazin “Democracy NOW!” und Amy Goodman. Der Mann war bereits wegen des Vorwurfs des Umgangs mit Sprengstoffen inhaftiert. Er soll Verbindungen zur rechten Separatisten-Gruppe haben, die bekannt ist als “Freemen” (Freie Menschen).

Dr. Tiller wird von vielen Frauen in den Vereinigten Staaten von Amerika geschätzt und für seine Arbeit gewürdigt von Anhängern der Reproduktiven Gesundheits-Rechte von Frauen ( Women´s Reproductive Health ), die sich zum Teil für Abtreibungen und Spät-Abtreibungen von Baby´s und die reproduktiven Rechte von Frauen engagieren.

Gemeint ist damit auch die Selbstbestimmung von Frauen über ihren eigenen Körper, die nicht als “Gebär-Maschinen missbraucht” werden wollen.

Dr. Tiller wirkte an der Seite von fünf weiteren Frauen im Engagement für die reproduktiven Rechte von Frauen, die Woche für Woche, Frauen mit Abtreibungen geholfen haben.

“Wir sind schockiert über die brutale Tat der Erschießung von Dr. George Tiller und wir verurteilen solche Akte der Gewalt.”, erklärte Dr. James Dobson.

In Amerika habe man seit der Gründung von Amerika die Regeln der Gesetze und des Rechts beachtet, das jedem Bürger, die Sicherheit für sein Leben zugestehe, Freiheit und das Recht Glück zu finden. Ausnahmen habe es nur gegeben, wenn ein Mensch sich eines Verbrechens schuldig gemacht habe und dies von einem Gericht und einer unabhängigen Jury festgestellt wurde.

Die Anteilnahme gelte daher der Familie von Dr. George Tiller, der eine Ehefrau, vier Kinder und zehn Enkel-Kinder nach dem tödlichen Anschlag auf sein Leben hinterlässt.

Dr. Albert Mohler, Präsident des Theologischen Seminars der Süd-Baptisten und ein Mitglied von Focus of on the Family sagte: “Tiller´s Tod bedeutet für die Pro-Leben-Bewegung in Amerika ein ernster moralischer Test. Gewalt als Mittel um gegen Abtreibungen zu demonstrieren, ist ohne Moral, nicht zu rechtfertigen und schrecklich schmerzlich und falsch für die Sache des Engagements für das Leben. In den Schlagzeilen stehe jetzt die Ermordung von Dr. George Tiller im Foyer seiner Kirche und nicht die Sache, die er sein Leben lang repräsentierte.”

Der Schrecken von Abreibungen könnte nicht mit Mitteln der Gewalt begegnet werden und auch nicht mit Mitteln der Gewalt korrigiert werden, speziell nicht durch den Akt einer Erschießung die außerhalb von Recht, Gesetz und Ordnung stehe.

Tony Perkins, Präsdient des Family Research Council (Familien Forschungs-Kommission) erklärte zur Ermordung von Dr. Tiller. “Die Schrift könnte nicht klarer sein. Jeder Mensch, der mit Vorsatz einen anderen Menschen tötet, begeht einen schweren Fehler und es ist falsch. Als Christen beten und sehnen wir uns nach dem Ende der Gewalt und der Rettung von Seelen anderer Menschen und nicht für die Vernichtung des Lebens anderer Menschen. Wir verurteilen auf das Schärfste die Tat eines brutalen Mörders. Daher bitte ich Sie für die Familie von Dr. Tiller zu beten in ihrer Trauer und Bestürzung und für die Nation, für das Leben von Menschen.”

June 2009, MJB Mission News, ISSN 1999-8414

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