Nach Verhaftung: Moslemische Studenten tarnen sich als Menschen christlichen Glaubens

Nach Verhaftung: Moslemische Studenten tarnen sich als Menschen christlichen Glaubens

China: Moslemische Studenten im Gefängnis – Christliche Organisation fordert sofortige Freilassung Moslemischer Studenten – „Glaubens- und Religions-Freiheit muss respektiert werden.“

Von Andreas Klamm

XINJIANG, China. 12. Juni 2009. Nach dem die Behörden in China im Distrikt Urumqi in Xinjang in China Moslemische Studenten einer Moslemischen Studenten-Verbindung verhaftet haben, behaupteten aus Schutzgründen die Studenten „gläubige Christen“ zu sein. Das berichtet die amerikanische Nachrichtenagentur Christian Newswire. Die Moslemischen Studenten erhielten 15 Tage Haft und Geldstrafen von je 5.000 Yuan für eine angebliche „illegale Zusammenkunft“ an ihrer Universität. Zwei der verhafteten Studenten Moslemischen Glaubens befinden sich weiterhin in Haft und werden damit bedroht weitere Strafen zu erhalten.

Die Studenten Moslemischen Glaubens hatten aus Angst, dass man sich ihrer Sache nicht annehmen werde, bei den Behörden in China als Menschen christlichen Glaubens ausgegeben.

Die Moslemischen Studenten folgen den Lehren des Wahhabismus, einer fundamentalistischen Ausrichtung des Islam, der seinen Ursprung in einer Islamischen Mission aus Saudi Arabien hat.

Nach Informationen der internationalen christlichen Hilfs-Organisation China Aid, haben einige dieser Studenten für Jahre das Evangelium zwar gehört, doch nicht akzeptiert. Nachdem die Moslemischen Studenten verhaftet wurden, haben diese sich jedoch bei den Behörden in China darauf berufen „Christen“ zu sein, um sich zu schützen und die Entwicklung ihrer Religion zu sichern.

Nach weiteren Prüfungen stellte sich jedoch heraus, dass die angeblichen „Christen“ in der Wahrheit sehr streng gläubige Moslemische Studenten sind.

Der Sprecher des christlichen, internationalen Hilfs-Dienstes China Aid, Bob Fu, sagte: „Als eine christliche Organisation arbeiten wir für die religiöse Freiheit aller Menschen. So lange diese Moslemischen Gläubigen keine kriminelle Aktivitäten begehen, sollten die Studenten nicht verfolgt werden, nur weil diese in China ihre religiösen Aktivitäten praktizieren und leben möchten.

China Aid appelliert an die Behörden von Xinjiang die Studenten Yuesefujiang und Maimaitijiang unverzüglich frei zulassen. China Aid setzt sich bei den Behörden in Xinjiang (China) dafür ein, die religiösen Freiheiten der Bürger Chinas zu respektieren und die Rechte chinesischer Bürger, die ethnischen Minderheiten angehören zu respektieren.“

Die chinesischen Behörden werfen den Moslemischen Studenten eine „illegale Zusammenkunft“ vor.

Bereits am Morgen des 10. Mai 2009, gegen 11 Uhr früh wurden die sieben Studenten, die einer Moslemischen Studenten-Verbindung angehören, bei einem Treffen an der Xinjiang Universität durch Polizisten verhaftet. Die lokalen Polizei-Behörden mit einer lokalen Sicherheits-Spezial-Einheit unterbrachen völlig überraschend das Treffen von rund zehn Studenten und verhafteten die jungen Menschen Moslemischen Glaubens. Die Behörden haben sich nicht ausgewiesen noch eine Anordnung für die Verhaftung bekannt gegeben.

Nach einigen Verhandlungs-Versuchen wurden die Studenten zu je 15 Tage Gefängnis und einer Geldstrafe von je 5.000 Yuan verurteilt, für den Vorwurf eines „illegalen Treffens“.

Zum Zeitpunkt, als die Ereignisse durch eine Pressemitteilung bekannt wurden, befanden sich zwei Moslemische Studenten weiterhin in Haft.

Dabei handelt es sich um Yuseffujang, einem 27 jährigen Absolventen und Studenten des Studienganges „Wirtschaftliches Management“ der Xinjang Universität und um Maimaitijiang, einem 24-jährigen Studenten der Universität.

Wer sich für die Freilassung der Studenten Moslemischen Glaubens in China engagieren möchte, wird gebeten mit der Botschaft Chinas Kontakt aufzunehmen und die unverzügliche Freilassung der beiden Studenten zu fordern. Zudem sollte die Chinesische Regierung daran erinnert werden, die religiöse Freiheit Moslemischer Studenten-Gruppen zu respektieren, wie es die Verfassung in China und die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der United Nations (Vereinte Nationen) garantiert.

Die Adresse des Botschafters von China lautet:

Ambassador Zhou Wenzhong
3505 International Place,
NW, Washington, D.C. 20008
Vereinigte Staaten von Amerika
Tel: 001 (202) 495-2000
Fax: 001 (202) 588-9760

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